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News Freitag, 06.03.2015

Begeisterte und begeisternde Kollegen - Mitarbeiter unseres Partners
Lausitzer Werkstätten zu Gast bei YADOS

Ganz seltenen Besuch konnten wir in den vergangenen Tagen bei YADOS begrüßen: Die betreuten Mitarbeiter unserer Partnerfirma Lausitzer Werkstätten hatten sich auf den Weg gemacht, um einmal "ihre" Firma zu besuchen und zu schauen, was denn aus den von ihnen gefertigten Schaltschränken am Ende entsteht.
Sowohl für die Mitarbeiter und Betreuer des Hoyerswerdaer Spezialisten für die Integration von Menschen mit Behinderung als auch für die Kollegen von YADOS ein eindrucksvoller Tag!

Ein Bericht von Mandy Decker (Lausitzer Rundschau)

Als ein Teil des Ganzen gewürdigt

Am Donnerstag hat die Außengruppe der Lausitzer Werkstätten ihre Auftraggeber im Industriegebiet Nardt besucht. Die Anlagenbauer von Yados und Amsos boten den Mitarbeitern mit Besonderheiten eine unvergessliche Führung durch ihre Geschäftsfelder.

"Das sind doch unsere Schränke!", tönt es fast im Chor aus der Gruppe, als sie die weitläufigen Produktionshallen des Blockheizkraftwerke-Herstellers Yados betritt. Begeisterung kommt auf. Mit der Feststellung "Und der hier geht sogar nach Bayern!", erfährt die Hochstimmung im nächsten Atemzug noch eine Steigerung. Unternehmenssprecher Olaf Besser schmunzelt wissend hinüber zu Geschäftsführer Jörg Wolf. Mit spitzbübischen Gesichtern locken die Männer den Tross eine Halle weiter. Dort prangt in der Mitte der meterhohen Decke eine auffällig bunte Galerie. "Na, wer von Euch erkennt eine Fahne?", fragt Jörg Wolf die Gäste. Und die legen los. Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien werden ohne Probleme identifiziert. Aber auch die Farben und Symbole von Kroatien, der Ukraine, Dänemark, Polen und Russland sind den Männern und Frauen bekannt. Die Flagge mit dem Krönchen auf blauem Grund? "Lichtenstein", lautet die prompte Antwort. "In all diese Länder gehen eure Schaltschränke", erklärt Jörg Wolf den betreuten Mitarbeitern der Lausitzer Werkstätten gGmbH.

AMSOS Laserschneidanlage Foto: Mitarbeiter der Lausitzer Werkstätten bei der Besichtigung der Laserschneidanlage bei YADOS Zulieferer und BHKW-Servicepartner AMSOS, in der Yados-Straße 2.

Eigentlich sei der Besuch der Zulieferer, die in Werksräumen im Industriegelände Schaltschränke für die Anlagen von Yados montieren, längst fällig gewesen, räumt Olaf Besser ein. Bereits im vierten Jahr arbeiten Yados und der Partnerbetrieb Amsos nun schon mit den Behindertenwerkstätten zusammen. Doch was etwas länger wehrt, wird manchmal um so besser. Sichtlich beeindruckt arbeiten sich die 19 Frauen und Männer mittleren Alters durch die Geschäftsbereiche der Anlagenbauer. Sie besuchen die Büros der Planer und die Werkstätten in der Produktion. Sie schauen sich Filmmaterial über die Arbeit der Unternehmen und ihren eigenen Beitrag dazu an. Zwischendurch essen sie Haxe in der Cafeteria, fahren mit Transportrollern um die Wette und dürfen zum Schluss sogar am großen Laserschneidgerät in der Amsos-Werkstatt jeder seinen eigenen Flaschenöffner schneiden. "Der Besuch soll Motivation, aber auch ein ganz großes Dankeschön sein", begründet Olaf Besser den Aufwand, mit dem die Unternehmen den Einblick in ihre Räume gestalten. Dieser Tag stärke vor allem die Identifikation und das Gefühl der Wertschätzung bei der Belegschaft, weiß Carola Piontek. Die Leiterin Soziales der Lausitzer Werkstätten ist sicher, dass der Ausflug den Mitarbeitern, die von geistiger Behinderung und chronisch psychischen Erkrankungen betroffen sind, unvergesslich bleiben wird.

Produktionsleiter Roland Mickel möchte noch einen Schritt weiter gehen. Er sieht in der Begeisterung der Frauen und Männer für den Betrieb vor allem die Bestätigung ihrer Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. "Wir verstehen uns als Partner für jedes Unternehmen, das nicht nur den Preisvorteil im Blick hat", sagt Mickel. Er möchte die Lausitzer Werkstätten als regionales Unternehmen wahrgenommen wissen, für das Termintreue und Qualität selbstverständlich sind. "Wenn wir nur Ausschuss produzieren würden, würden wir längst nicht mehr mit diesen Firmen zusammenarbeiten", stellt Mickel fest und ermuntert Produzenten, bei Bedarf einfach mal nachzufragen. Die Lausitzer Werkstätten seien ebenso in der Lage, anspruchsvolle Aufgaben zu erfüllen, wie sie die eigenen Grenzen klar abstecken. "Wenn wir etwas nicht hinbekommen, sagen wir das auch", betont Mickel.

Aber wenn die Mitarbeiter der Lausitzer Werkstätten einen Auftrag bekommen haben, macht sie das um so stolzer. "160 Mann bei Yados und Amsos warten auf eure Schränke", bestärkt Olaf Besser die Gruppe und verdeutlicht ihnen die Unverzichtbarkeit der Zusammenarbeit noch einmal mit den Schlussworten:
"Unsere gemeinsame Arbeit kommt hier aus Hoyerswerda und geht nach ganz Europa und in die Welt.
Und ihr seid ein wichtiger Teil davon."

Mandy Decker / mdr1 | Lausitzer Rundschau

 

 
 
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