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Energiefabrik Knappenrode

Energiefabrik Knappenrode

Sächsisches Industriemuseum

YADOS Referenzen - Energiezentrale Energiefabrik Knappenrode

  • Sonstige Gebäude
  • Renovierung
  • Gas

Energetische Sanierung im Bestand: Wenn es warm wird im Museum

Die Lausitz durchlebt mit dem Ende der Kohleförderung einen starken Wandel. Wirtschaftliche Perspektiven sieht die Region unter anderem im Ausbau des Tourismus. Dafür wird im sächsischen Jahr der Industriekultur renoviert, modernisiert und investiert. Auch die ehemalige Brikettfabrik in Knappenrode, die heutige Energiefabrik, wird umfassend erneuert und zu einem zeitgemäßen wie auch kulturbewahrenden Standort ausgebaut.

Systemkompetenz sorgt für Effizienz im Verbund

Das hohe Potenzial der Kraft-Wärme-Kopplung-Technologie (KWK), die Energieeffizienz von Wärmenetzen zu maximieren, macht sie zur Schlüsseltechnologie einer erfolgreichen Wärmewende.
Optimales Leistungsniveau erreichen KWK-Anlagen im intelligenten Zusammenspiel aller Komponenten. Dafür müssen Planung und technische Komponentenauswahl die spezifischen Anforderungen eines späteren Versorgungssystems effektiv erfüllen. Wie eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Wärmeversorgung im Bestand gelingt, zeigt die Modernisierung der Energiefabrik Knappenrode, einem Museum im Verbund des Sächsischen Industriemuseums.

Energiezentrale Knappenrode

Geplant und umgesetzt wurde für das Museum ein Effizienzverbund, bestehend aus einem Hoval Gas-Brennwertkessel mit 324 Kilowatt (kW) Leistung, zwei stromoptimierte YADO|KWK EG-20 Blockheizkraftwerke (BHKW), zwei objektspezifisch gefertigten YADO | SHARE Heizungsverteilern mit 404 bzw. 101 kW sowie drei 3000 Liter Wärmespeichern.

Das exakt aufeinander abgestimmte Komponenten-Portfolio der YADOS GmbH aus Hoyerswerda sorgt dafür, dass Strom und Wärme flexibel erzeugt, gespeichert, verteilt und übergeben werden können. Die energieintensiven Nachtspeicheröfen haben damit ausgedient.
Die BHKW Kaskade spart heute erhebliche Mengen an Primärenergie und CO2-Emissionen ein, da etwa 90 Prozent der eingesetzten Erdgas-Energie genutzt werden. Die bei Betrieb des BHKW Motors anfallende (Ab-)Wärmeenergie wird über Wärmeauskopplungsmodule als Heizwasser mit Vorlauftemperaturen (T-VL) von 85°C ausgekoppelt. Der von den beiden BHKW produzierte Strom wird maximal eigengenutzt ein wichtiger Beitrag zum energieeffizienten Museumsbetrieb.

Die Abdeckung zu Spitzenlastzeiten übernimmt der Brennwertkessel. Der hohe Modulationsbereich des Kessels ermöglicht die exakte Anpassung der Brennerleistung an den jeweiligen Wärmebedarf. Das verhindert Taktungen und sichert einen optimalen Wirkungsgrad.

 

Gute Zukunftsaussichten

Die Aussicht vom barrierefreien ′Lausitz Blick′ eröffnet einen weiten Blick auf Kraftwerke und Windparks, das Bautzener Bergland und die Lausitzer Seenlandschaft. Eine Region im Strukturwandel. Der auch deshalb erfolgreich voranschreitet, weil Projekte wie die Energiefabrik Knappenrode einen ökonomisch und ökologisch soliden Weg der Dekarbonisierung von ′Glückauf′ zu ′Volle Zukunft voraus′ weisen.

Die Museumsgäste erleben indessen eine spannende Zeitreise durch die braunkohlegeprägte Lausitz. Und das auf knapp 1400 Quadratmetern wohltemperiertem Ausstellungsraum. Darüber hinaus eröffnet die neue Wärmeversorgung zusätzliche Freiheit für den erfolgreichen Museumsbetrieb. „Mit dem neuen Energiekonzept können wir nun ganz anders kalkulieren und sehr besucherfreundlich agieren“, so Museumsleiterin Kirstin Zinke. Schließlich können die Räumlichkeiten des Industriedenkmals nun auch in der kalten Jahreszeit genutzt werden, etwa für weitere außergewöhnliche Veranstaltungsformate oder Fremdveranstaltungen.